Dienstag, 16. November 2010

Team und Teammitglieder

Am morgigen Mittwoch werden sehr wahrscheinlich vier Spieler von Borussia Dortmund in der deutschen Nationalelf auflaufen. Es handelt sich hierbei um die Spieler Mario Götze, Marcel Schmelzer, Mats Hummels und Kevin Großkreutz. Nach elf Jahren könnten zum ersten Mal wieder vier BVB-Spieler im Aufgebot der Nationalmannschaft stehen.

Der Älteste von ihnen ist gerade mal 22 Jahre alt. Jürgen Klopp, der sympathische Trainer der Borussia, hat in kürzester Zeit ein junges und dynamisches Team geformt. Doch was zeichnet ein Team aus?

Zunächst einmal ist es von essentieller Bedeutung die Rollen von Menschen in einem Team zu verstehen. Der englische Experte auf dem Gebiet der Team- und Führungsentwicklung Dr. Meredith Belbin unterscheidet acht differierende Arten von Teamrollen. Diese sind zum einen der Teamarbeiter, der Beobachter, der Koordinator, der Macher, der Perfektionist, der Spezialist, der Erfinder und der Wegbereiter. All diese Rollen werden und können von unterschiedlichen Personen in einer Gruppierung bekleidet werden. Natürlich gibt es auch Mischformen zwischen den Rollen. Beispielsweise kann ein Macher auch ein Spezialist sein. Als Führungspersönlichkeit einer Sport- oder Eventorganisation sollte man mit diesen Rollen im Team umgehen können. Zwei Macher in einem Team können beispielsweise sich konkurrierend verhalten. Diese können zu Spannungsfeldern in einem Personengeflecht führen. Ein Team muss so zusammengestellt werden, dass ein harmonisches Miteinander entsteht.

Es gibt zehn wichtige Regeln, die sich jeder, der ein Team zusammenstellen will, beherzigen sollte. Diese wären nach Haseke, U. (2008). Team-und Konfliktmanagement.Berlin: CornelsenVerlag folgende:
1.Ein erfolgreiches Team entsteht nicht von alleine.
2.Ein erfolgreiches Team macht noch keinen erfolgreichen Teamleiter.
3.Erfolgreiche Teams sind nicht notwendigerweise zufriedene Teams.
4.Nicht jede Gruppe kann zu einem Erfolgsteam werden, aber vielleicht zu einem zufriedenen Team.
5.Der Teamleiter ist nicht notwendigerweise die Person, die das Team wirklich leitet.
6.Ein Teamleiter, der sein Team nicht liebt wird von seinem Team nicht geliebt.
7.Eine Beförderung macht noch keinen Teamleiter.
8.Konflikte und Probleme im Team sind automatisch Probleme der Teamleitung.
9.Sinn und Zweck der Zusammengehörigkeit ist die Bewältigung der Teamaufgabe.
10.Ein Teamleiter, der nicht sanktionieren kann, ist kein Teamleiter.

Team bedeutet nicht "Toll, ein anderer machts" oder "Terror, Erfurcht, Angst, Mord", sondern "Toleranz, Engagement, Arbeitseifer und Miteinander".

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