Montag, 1. November 2010

Ohne Emotionen kein Event

Was wäre ein Event ohne Emotionen? Stimmt - kein Event.

Heute haben die Iserlohn Roosters gegen den EHC München mit 5:0 gewonnen. Die Fans haben stolz gesungen: "Hier am Seilersee, kämpft der IEC, auf geht's Iserlohn Roosters: Schießt ein Toooor..". Zwei Spiele zuvor, nämlich gegen die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg lagen die Roosters bereits im ersten Drittel mit 1:3 zurück. Nach Verlängerung gewannen die Spieler aus Nürnberg mit 4:5. Der Puck fand den Weg ins Tor in der letzten Spiel Sekunde. Das Interessanteste war der Fangesang der heimischen Supporter: "Unten auf dem Eise, spielt ihr große scheiße, wieder nicht in die Playoffs, Iserlooooooohn".

Freude und Trauer sind nah beieinander. Dies kann man in fast keinem anderen Bereich spüren, wie im Sport.

Mit diesem Beispiel kann man sehr schön die Sport - Eventkommunikation beschreiben. Der Sport lebt von einer sehr starken Emotionalisierung, die das Produkt "Eishockey-Spiel" gestalten. Eine weitere Besonderheit von Sportevents ist das hohe Involvement der Zuschauer. Würden alle Zuschauer still da sitzen, wäre es ein anderes Spiel, als wenn jeder Zuschauer singen würde. Je mehr Zuschauer die Stimmung aufheizen, desto mehr Sporteventkonsumenten gehen zufrieden nach Hause. Dies bedeutet also, dass Sportevents davon leben, dass die Fans eine Stimmung kreieren.

Doch nicht nur Zuschauer beeinflussen die Emotionen im Spiel. Vorallem die Protagonisten auf dem Feld sind für das Ergebnis des Produktes verantwortlich. Sollten es die Spieler oder die Gegner, oder gar die Schiedsrichter sein, die mit ihren Aktionen oder Reaktionen die Emotionen aller beeinflussen. Pfeift ein Schiedsrichter falsch, regen sich nicht nur die Spieler auf, sondern vor allem die Zuschauer. Die Emotionen werden beeinflusst.

Die unterstützte Mannschaft gewinnt. Die Emotionen werden beeinflusst. Sportkonsumenten freuen sich und gehen glücklich nach Hause.

Die unterstützte Mannschaft verliert. Die Emotionen werden beeinflusst. Sportkonsumenten gehen unzufrieden nach Hause und sind sauer oder traurig.

Hieran kann man sehen, dass sich die Emotionen bei Events nicht vorhersagen lassen. Sie zu steuern, ist ein schwieriges Unterfangen. Jedoch sind sie ein essentieller Bestandteil des Sportproduktes und dürfen nicht außer Acht gelassen werden. In Zukunft sollten Möglichkeiten gefunden werden, Emotionen so zu steuern, dass sie gewünschte Effekte erzielen können.

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