Mitglieder und Fans sind die größten Kritiker an den Leistungen einer Sportorganisation. Kritik an Eventdienstleistern üben hingegen Eventbesucher aus. Beschwerden werden viel zu oft als negative Äußerungen gewertet. Doch es sind eben diese Meinungsäußerungen, die eine Organisation aufnehmen muss, die gewillt ist, ihren Service, ihr Produkt oder Dienstleistung in einem kundenorientierten Prozess weiter den Bedürfnissen ihrer Konsumenten anzupassen und zu verbessern. Dadurch wird das Produkt, der Service oder die Dienstleistung ständig weiter optimiert. Natürlich fallen mit der systematischen Auseinandersetzung mit Beschwerden Kosten an. Doch setzt man diesen monetären Aufwand ins Verhältnis zu dem Nutzen, so wird man feststellen, dass sich eine kundenorientierte Produktentwicklung lohnenswert zeigt.
Das Beschwerdemanagement lässt sich in einer Organisation in das Customer Relationship Management klassifizieren. Das Customer Relationship Management, kurz CRM, ist die Auseinandersetzung mit den Beziehungen zum Kunden in einer Organisation. Das CRM lässt sich wiederum in das Marketing einordnen.
Für viele Non-Profit-Organisationen, zum Beispiel viele kleineren Vereine, sind Marketingmaßnahmen ein Aufwand, aus dem sie keinen Nutzen ziehen können. Die Akquise von neuen Mitgliedern ist in der heutigen Zeit immer schwieriger. Somit sollten Vereine in Zukunft einen Augenmerk auf die Mitgliederbindung legen. Diese Bindung ist mit einem viel niedrigeren personellen, sowie monetären Aufwand als bei der Gewinnung zu bewerkstelligen. In diesen Kontext kann man das Beschwerdemanagement einbeziehen. Ziel dieses Instrumentes ist es, aus einem unzufriedenen Mitglied ein zufriedenes Mitglied zu machen.
Beschwerden sollten als Chance wargenommen werden. Unzufriedene Kunden sollen zu zufriedenen Kunden werden. Dies bewerkstelligt man, indem man ein Beschwerdemanagementsystem einpflegt. Mit Hilfe dieses Systems kann man die Chance ergreifen, Beschwerden aufzunehmen und zu verarbeiten. Während des Prozesses sollte mit dem Beschwerenden kommuniziert werden, um eine Lösung für Probleme zu finden. Eine einheitliche Methode findet man in der Literatur im Bezug auf Sport und Event nicht. Studien haben jedoch ergeben, dass sich Konsumenten an dem Ort, an dem der Grund zur Beschwerde entsteht, über diese Mißgunst auslassen. Lediglich 1% ziehen es vor, sich via Fernkommunikationsmittel ihrer Frustation zu entledigen. Deswegen sollten Beschwerden an dem Ort aufgenommen werden, an dem sie entstehen könnten. Beim Fußballspiel wäre dieser Ort das Stadion, bei einem Event die Location. Als gute Methode eignen sich Servicepoints, an dem Mitarbeiter auch aktiv die Beschwerden aufnehmen. Dies muss auch öffentlich kommuniziert werden, damit Konsumenten auch die Chance haben, ihre Beschwerden zu äußern. Ein weiteres interessantes Tool sind Befragungen, mit deren Hilfe Zufriedenheiten analysiert werden können. Durch Fragenkombinationen, wie zum Beispiel "Wie zufrieden sind Sie mit unserem Service?" und "Wo sehen Sie Verbesserungspotential?", können Konsumenten direkt befragt werden und daher Beschwerden vorgebeugt werden.
In der Literatur gibt es zu dem allgemeinen Beschwerdemanagementsystem bereits viele Ausarbeitungen und Publikationen. Die Relation Beschwerdemanagement und Sportorganisationen wurde hingegen sehr sporadisch in der Literatur beschrieben. Es wurde lediglich die Wichtigkeit eines solchen Systems erörtert (siehe Nufer und Bühler, "Relationship Marketing in Sport" sowie "Marketing in Sportorganisationen"). In naher Zukunft sollten sich Wissenschaftler und Praktiker mit dieser Thematik weiter auseinandersetzen.
Dieser Blog informiert über praxisnahe Themen für das Sport und Event Management.
Mittwoch, 24. November 2010
Dienstag, 16. November 2010
Team und Teammitglieder
Am morgigen Mittwoch werden sehr wahrscheinlich vier Spieler von Borussia Dortmund in der deutschen Nationalelf auflaufen. Es handelt sich hierbei um die Spieler Mario Götze, Marcel Schmelzer, Mats Hummels und Kevin Großkreutz. Nach elf Jahren könnten zum ersten Mal wieder vier BVB-Spieler im Aufgebot der Nationalmannschaft stehen.
Der Älteste von ihnen ist gerade mal 22 Jahre alt. Jürgen Klopp, der sympathische Trainer der Borussia, hat in kürzester Zeit ein junges und dynamisches Team geformt. Doch was zeichnet ein Team aus?
Zunächst einmal ist es von essentieller Bedeutung die Rollen von Menschen in einem Team zu verstehen. Der englische Experte auf dem Gebiet der Team- und Führungsentwicklung Dr. Meredith Belbin unterscheidet acht differierende Arten von Teamrollen. Diese sind zum einen der Teamarbeiter, der Beobachter, der Koordinator, der Macher, der Perfektionist, der Spezialist, der Erfinder und der Wegbereiter. All diese Rollen werden und können von unterschiedlichen Personen in einer Gruppierung bekleidet werden. Natürlich gibt es auch Mischformen zwischen den Rollen. Beispielsweise kann ein Macher auch ein Spezialist sein. Als Führungspersönlichkeit einer Sport- oder Eventorganisation sollte man mit diesen Rollen im Team umgehen können. Zwei Macher in einem Team können beispielsweise sich konkurrierend verhalten. Diese können zu Spannungsfeldern in einem Personengeflecht führen. Ein Team muss so zusammengestellt werden, dass ein harmonisches Miteinander entsteht.
Es gibt zehn wichtige Regeln, die sich jeder, der ein Team zusammenstellen will, beherzigen sollte. Diese wären nach Haseke, U. (2008). Team-und Konfliktmanagement.Berlin: CornelsenVerlag folgende:
1.Ein erfolgreiches Team entsteht nicht von alleine.
2.Ein erfolgreiches Team macht noch keinen erfolgreichen Teamleiter.
3.Erfolgreiche Teams sind nicht notwendigerweise zufriedene Teams.
4.Nicht jede Gruppe kann zu einem Erfolgsteam werden, aber vielleicht zu einem zufriedenen Team.
5.Der Teamleiter ist nicht notwendigerweise die Person, die das Team wirklich leitet.
6.Ein Teamleiter, der sein Team nicht liebt wird von seinem Team nicht geliebt.
7.Eine Beförderung macht noch keinen Teamleiter.
8.Konflikte und Probleme im Team sind automatisch Probleme der Teamleitung.
9.Sinn und Zweck der Zusammengehörigkeit ist die Bewältigung der Teamaufgabe.
10.Ein Teamleiter, der nicht sanktionieren kann, ist kein Teamleiter.
Team bedeutet nicht "Toll, ein anderer machts" oder "Terror, Erfurcht, Angst, Mord", sondern "Toleranz, Engagement, Arbeitseifer und Miteinander".
Der Älteste von ihnen ist gerade mal 22 Jahre alt. Jürgen Klopp, der sympathische Trainer der Borussia, hat in kürzester Zeit ein junges und dynamisches Team geformt. Doch was zeichnet ein Team aus?
Zunächst einmal ist es von essentieller Bedeutung die Rollen von Menschen in einem Team zu verstehen. Der englische Experte auf dem Gebiet der Team- und Führungsentwicklung Dr. Meredith Belbin unterscheidet acht differierende Arten von Teamrollen. Diese sind zum einen der Teamarbeiter, der Beobachter, der Koordinator, der Macher, der Perfektionist, der Spezialist, der Erfinder und der Wegbereiter. All diese Rollen werden und können von unterschiedlichen Personen in einer Gruppierung bekleidet werden. Natürlich gibt es auch Mischformen zwischen den Rollen. Beispielsweise kann ein Macher auch ein Spezialist sein. Als Führungspersönlichkeit einer Sport- oder Eventorganisation sollte man mit diesen Rollen im Team umgehen können. Zwei Macher in einem Team können beispielsweise sich konkurrierend verhalten. Diese können zu Spannungsfeldern in einem Personengeflecht führen. Ein Team muss so zusammengestellt werden, dass ein harmonisches Miteinander entsteht.
Es gibt zehn wichtige Regeln, die sich jeder, der ein Team zusammenstellen will, beherzigen sollte. Diese wären nach Haseke, U. (2008). Team-und Konfliktmanagement.Berlin: CornelsenVerlag folgende:
1.Ein erfolgreiches Team entsteht nicht von alleine.
2.Ein erfolgreiches Team macht noch keinen erfolgreichen Teamleiter.
3.Erfolgreiche Teams sind nicht notwendigerweise zufriedene Teams.
4.Nicht jede Gruppe kann zu einem Erfolgsteam werden, aber vielleicht zu einem zufriedenen Team.
5.Der Teamleiter ist nicht notwendigerweise die Person, die das Team wirklich leitet.
6.Ein Teamleiter, der sein Team nicht liebt wird von seinem Team nicht geliebt.
7.Eine Beförderung macht noch keinen Teamleiter.
8.Konflikte und Probleme im Team sind automatisch Probleme der Teamleitung.
9.Sinn und Zweck der Zusammengehörigkeit ist die Bewältigung der Teamaufgabe.
10.Ein Teamleiter, der nicht sanktionieren kann, ist kein Teamleiter.
Team bedeutet nicht "Toll, ein anderer machts" oder "Terror, Erfurcht, Angst, Mord", sondern "Toleranz, Engagement, Arbeitseifer und Miteinander".
Mittwoch, 10. November 2010
Korruption
Sportorganisation sind Personenvereinigungen. Diese sind davon gekennzeichnet, dass Personen in diesen Organisationen handeln und Entscheidungen treffen müssen. Entscheidungen sind nicht rational. Emotionen führen unser Handlungen und beeinflussen unsere Resolutionen. Diese sind nicht immer im Einklang mit den Zielen einer Organisation oder gar mit Rechtssprechungen.
So ist es zu erklären, dass Korruption ein Thema im Sport ist. Doch was versteht man unter dem Begriff Korruption. Das Ministerium der Finanzen definiert diesen Begriff sehr anschaulich in einem Merkblatt zur Bekämpfung der Korruption in der öffentlichen Verwaltung:
Mit Hilfe dieser Definitionen lassen sich Arten von Korruption unterscheiden. Der emeritierte Professor für Wirtschafts- und Organisationssoziologie, Soziologie und Ökonomie für Sport und Methoden der empirischen Sozialforschung Klaus Heinemann hat sich auch mit diesem Thema beschäftigt und hat fünf Arten unterschieden.
Die erste Form ist die Korruption zum Zweck der Gewinnmaximierung. Dies liegt vor, wenn sich beispielsweise ein Schiedsrichter bestechen lässt oder ein Torwart Geld dafür bekommt, dass er nicht eine von ihm gewohnte Leistung erbringt. Im Fußballwettskandal 2005 kam heraus, dass der ehemalige deutsche Fußballschiedsrichter Robert Hoyzer gegen Sach- sowie Geldzuwendungen Fußballspiele manipuliert hat. Er verschaffte dadurch Teilnehmern an Sportwetten Gewinne.
Die zweite Art der Korruption dient dem Zweck der Verdrängung im Wettbewerb. Eine solche Art der Korruption wäre eine Situation, in der Entscheidungsträger bestochen werden den Austragungsort eines Ereignisses in einen bestimmten Ort zu verlegen, obwohl dieser nicht das beste Angebot für den Sport unterbreiten kann. Zur Zeit droht der FIFA ein Korruptionsskandal dieser Art. Zwei Mitglieder des FIFA Exekutivkomitees wird vorgeworfen, ihre Stimmen für die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zum Verkauf angeboten zu haben. Diese Bestechlichkeit wurde durch zwei britische Reporter aufgedeckt, die sich als amerikanische Geschäftsleute ausgegeben haben, die die Weltmeisterschaft 2022 in die USA holen wollten. Die FIFA kündigte eine Untersuchung an und forderte bereits alle Unterlagen zu diesem Vorfall an. Anschließend soll über weitere Schritte entschieden werden.
Die Korruption zum Zecke der Umgehung von Auflagen stellt eine weiter Art der Bestechung dar. In diesem Fall werden Bestechungen verübt, um ungestraft bestimmte Auflagen zu missachten. In der Praxis ist ein solcher spektakulärer Fall 2008 aufgetreten. Die Triathletin Lisa Hütthaler aus Österreich soll 20.000 € geboten habe, wenn ihr Labortest verfälscht wird. Unmittelbar nach dem erfolgten Bestechungsversuch hat die betroffene Labormitarbeiterin diesen Vorfall gemeldet. Das Österreichische Anti-Doping-Komitee ÖADC hat sich diesem Fall angenähert. Sie wurde für 2 Jahre gesperrt. Im Mai 2010 feierte die Athletin ihr Comeback im Profisport.
Korruption zum Zweck der Umgehung der Grenzkontrolle. Dies liegt vor wenn erreicht werden soll, dass einem ausländischen Sportler schnell eine Staatsangehörigkeit erteilt wird, damit er in der eigenen Nationalmannschaft spielen kann. 2004 wollte sich der Wüstenstaat Katar eine Nationalmannschaft zusammenkaufen. Ailton und Dedé sollten sich mit der Nationalmannschaft Katars für die FIFA Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland qualifizieren. Die FIFA untersagte allen Profis, die ohne Bezug zu einem Land dessen Staatsbürgerschaft annehmen wollen, die Spielberechtigung für die Nationalmannschaft dieses Verbandes.
Die fünfte Art der Korruption dient dem Zweck der Leistungserbringung. Dies liegt vor bei einem Informationsverkauf. Beispielsweise könnte ein Informant Wissen weitergeben über ein Angebot eines Konkurrenten. Daraufhin könnte der Informationsempfänger ein besseres Angebot unterbreiten. Von dieser Art der Korruption sind bisher keine nennenswerten Skandale aufgetreten.
Im Umgang mit Korruption sind die Mittel beschränkt, da diese strafbare Handlungen schwer nachzuweisen sind. Sollten ein korruptes Handeln jedoch bewiesen werden, kann eine Organisation Sanktionen erlassen. Beispielsweise hat die FIFA solche Regularien in ihrem Disziplinarregelemt. Der Artikel 62 diese Reglements schreibt vor:
Die Folgen von Korruption nehmen drastische Züge an und Schaden dem Sport ungemein. Korruption führt zu einem Vertrauensverlust aller am Sportgeschehen. Wenn niemand mehr sich für den Sport interessiert und dafür Geld ausgibt, bricht ein wichtiger Wirtschaftszweig in Deutschland weg. Der Sportsektor umfasst einen Anteil von 2 % am Brutto-Inlandsprodukt und verzeichnet zusammen mit der Computerbranche die größten Zuwachsraten im letzten Jahrzehnt.
So ist es zu erklären, dass Korruption ein Thema im Sport ist. Doch was versteht man unter dem Begriff Korruption. Das Ministerium der Finanzen definiert diesen Begriff sehr anschaulich in einem Merkblatt zur Bekämpfung der Korruption in der öffentlichen Verwaltung:
"Unter Korruption werden diejenigen Verhaltensweisen verstanden, bei denen Amtsträger ihre Position und die ihnen übertragenen Befugnisse ausnutzen, um sich oder dritten materielle oder immaterielle Vorteile zu verschaffen."
Mit Hilfe dieser Definitionen lassen sich Arten von Korruption unterscheiden. Der emeritierte Professor für Wirtschafts- und Organisationssoziologie, Soziologie und Ökonomie für Sport und Methoden der empirischen Sozialforschung Klaus Heinemann hat sich auch mit diesem Thema beschäftigt und hat fünf Arten unterschieden.
Die erste Form ist die Korruption zum Zweck der Gewinnmaximierung. Dies liegt vor, wenn sich beispielsweise ein Schiedsrichter bestechen lässt oder ein Torwart Geld dafür bekommt, dass er nicht eine von ihm gewohnte Leistung erbringt. Im Fußballwettskandal 2005 kam heraus, dass der ehemalige deutsche Fußballschiedsrichter Robert Hoyzer gegen Sach- sowie Geldzuwendungen Fußballspiele manipuliert hat. Er verschaffte dadurch Teilnehmern an Sportwetten Gewinne.
Die zweite Art der Korruption dient dem Zweck der Verdrängung im Wettbewerb. Eine solche Art der Korruption wäre eine Situation, in der Entscheidungsträger bestochen werden den Austragungsort eines Ereignisses in einen bestimmten Ort zu verlegen, obwohl dieser nicht das beste Angebot für den Sport unterbreiten kann. Zur Zeit droht der FIFA ein Korruptionsskandal dieser Art. Zwei Mitglieder des FIFA Exekutivkomitees wird vorgeworfen, ihre Stimmen für die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zum Verkauf angeboten zu haben. Diese Bestechlichkeit wurde durch zwei britische Reporter aufgedeckt, die sich als amerikanische Geschäftsleute ausgegeben haben, die die Weltmeisterschaft 2022 in die USA holen wollten. Die FIFA kündigte eine Untersuchung an und forderte bereits alle Unterlagen zu diesem Vorfall an. Anschließend soll über weitere Schritte entschieden werden.
Die Korruption zum Zecke der Umgehung von Auflagen stellt eine weiter Art der Bestechung dar. In diesem Fall werden Bestechungen verübt, um ungestraft bestimmte Auflagen zu missachten. In der Praxis ist ein solcher spektakulärer Fall 2008 aufgetreten. Die Triathletin Lisa Hütthaler aus Österreich soll 20.000 € geboten habe, wenn ihr Labortest verfälscht wird. Unmittelbar nach dem erfolgten Bestechungsversuch hat die betroffene Labormitarbeiterin diesen Vorfall gemeldet. Das Österreichische Anti-Doping-Komitee ÖADC hat sich diesem Fall angenähert. Sie wurde für 2 Jahre gesperrt. Im Mai 2010 feierte die Athletin ihr Comeback im Profisport.
Korruption zum Zweck der Umgehung der Grenzkontrolle. Dies liegt vor wenn erreicht werden soll, dass einem ausländischen Sportler schnell eine Staatsangehörigkeit erteilt wird, damit er in der eigenen Nationalmannschaft spielen kann. 2004 wollte sich der Wüstenstaat Katar eine Nationalmannschaft zusammenkaufen. Ailton und Dedé sollten sich mit der Nationalmannschaft Katars für die FIFA Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland qualifizieren. Die FIFA untersagte allen Profis, die ohne Bezug zu einem Land dessen Staatsbürgerschaft annehmen wollen, die Spielberechtigung für die Nationalmannschaft dieses Verbandes.
Die fünfte Art der Korruption dient dem Zweck der Leistungserbringung. Dies liegt vor bei einem Informationsverkauf. Beispielsweise könnte ein Informant Wissen weitergeben über ein Angebot eines Konkurrenten. Daraufhin könnte der Informationsempfänger ein besseres Angebot unterbreiten. Von dieser Art der Korruption sind bisher keine nennenswerten Skandale aufgetreten.
Im Umgang mit Korruption sind die Mittel beschränkt, da diese strafbare Handlungen schwer nachzuweisen sind. Sollten ein korruptes Handeln jedoch bewiesen werden, kann eine Organisation Sanktionen erlassen. Beispielsweise hat die FIFA solche Regularien in ihrem Disziplinarregelemt. Der Artikel 62 diese Reglements schreibt vor:
"Wer einem Organ der FIFA, einem Spieloffiziellen, einem Spieler oder einem Offiziellen einen unrechtmäßigen Vorteil für ihn oder eine Drittperson anbietet, verspricht oder gewährt, damit der Bestochene das Regelwerk der FIFA verletzt wird mit einer Geldstrafe, einem Verbot jeglicher im Zusammenhang mit dem Fußball stechenden Tätigkeit oder einem Stadionverbot belegt."Dies wirkt gegen alle Personen, die versuchen eine bestechende Handlung durchzuführen. Doch die FIFA betraft auch Personen, die sich bestechen lassen. Dies gibt das Regelement im folgenden Satz wieder:
"Wer sich der passiven Bestechung schuldig macht (eine ungerechtfertigte Vergünstigung erbittet, sich diese versprechen lässt oder annimmt), wird auf die gleiche Weise bestraft."
Die Folgen von Korruption nehmen drastische Züge an und Schaden dem Sport ungemein. Korruption führt zu einem Vertrauensverlust aller am Sportgeschehen. Wenn niemand mehr sich für den Sport interessiert und dafür Geld ausgibt, bricht ein wichtiger Wirtschaftszweig in Deutschland weg. Der Sportsektor umfasst einen Anteil von 2 % am Brutto-Inlandsprodukt und verzeichnet zusammen mit der Computerbranche die größten Zuwachsraten im letzten Jahrzehnt.
Samstag, 6. November 2010
Mobbing in Sportorganisationen
Raymond Domenech, der ehemalige Trainer der Équipe Tricolore, verklagt den französischen Fußballverband auf 2,9 Millionen Euro Schadensersatz. Sein ehemaliger Arbeitgeber soll die fristlose Kündigung verspätet ausgesprochen haben.
Der skandalöse Auftritt der französischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südarfika sorgte für den größten Eklat in der Geschichte des Turniers. Der Stürmerstar Anelka beschimpfte seinen Trainer in der Halbzeitpause des Spiels gegen die mexikanische Auswahl. Daraufhin wurde der Chelsea-Profi vom Verband vorzeitig nach Hause geschickt. Domenech wird von seitens des Verbandes vorgeworfen, er habe die Funktionäre nicht darüber informiert, dass er von Nicolas Anelka beschimpft worden sein. Des Weiteren wurde das Verhalten des Trainers beim Trainingsstreik kritisiert, nachdem die Mannschaft das Training boykottierte.
Doch nicht nur dies waren die Ursachen für den bis heute geführten Streit zwischen Domenech und dem französischen Verband. Vorausgegangen war das Mobbing gegen den Spielmacher Yoann Gourcuff. Dieser wurde vom damaligen Trainer bevorzugt. Daraufhin wurde der Fußballer von seinen Mitspielern gemobbt.
Das Mobbing von Mitspielern in Sportorganisationen oder Mannschaften ist kein neues Phänomen. Das Wissen, was Mobbing ist und wie es bekämpft werden kann ist für jeden Sportmanager wichtig.
Gourcuff, der Spielermacher von Girondins Bordeaux, der jetzt bei Olympique Lyon spielt, wurde von seinen Mitspielern gemobbt. Sie machten ihm das Leben zur Hölle, da er nicht in das Team passte. Wie der "kicker" berichtete, wurde Gourcuff schräg angesehen, weil er wohlerzogen sei und zudem mal ein Buch lesen würde. Dies würde nicht zum gängigen französischen Spielernaturell, das lieber stundenlang vor der Playstation hockte, passen.
Doch was versteht man unter dem Begriff Mobbing? Klaus Heinemann definiert in seinem Buch "Sportorganisationen" den Begriff folgendermaßen:
Dies bedeutet, dass Mobbing immer das Ziel verfolgt, jemanden anderen schlechter dastehen zu lassen. Kommt dies in einer Organisation vor, sollte dies unbedingt unterbunden werden.
Die Ursachen für Mobbing sind zumeist die gleichen. Missgunst, Frustration, Langeweile oder Intoleranz führen zu diesem Handeln. Das Opfer ist meist auf sich allein gestellt und kann nur schwer diesem Handeln entgegenwirken. Äußerliche Merkmale, wie beispielsweise die Kleidung, Behinderung, Geschlecht oder die Hautfarbe können dazu führen, dass sich Personen in der Rolle des Mobbingopfers befinden. Doch nicht nur dies sind Ursachen, wie das Beispiel Yoann Gourcuff zeigt. Anderes Verhalten in der Gruppe sorgte dafür, dass er gemobbt wurde. Des Weiteren führen gute oder überdurchschnittliche Leistungen sowie hier die öffentliche Anerkennung des Trainers zur Missgunst der Mannschaft. Unsicheres Auftreten kann außerdem zum Mobbing führen.
Wie das Beispiel zeigt, kann Mobbing auch in Sportorganisationen vorkommen. Sportmanager müssen mit dem Phänomen "Mobbing" vertraut sein, um im Falle des Auftretens entgegenwirken zu können. Es muss alles unternommen werden, um jegliche Form des Mobbings zu unterbinden. Mobbingopfer müssen geschützt werden, da es nicht nur Motivation und Leistung verringert, sondern auch viel Energie kostet und die betroffenen physisch und psychisch krank macht.
Der skandalöse Auftritt der französischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südarfika sorgte für den größten Eklat in der Geschichte des Turniers. Der Stürmerstar Anelka beschimpfte seinen Trainer in der Halbzeitpause des Spiels gegen die mexikanische Auswahl. Daraufhin wurde der Chelsea-Profi vom Verband vorzeitig nach Hause geschickt. Domenech wird von seitens des Verbandes vorgeworfen, er habe die Funktionäre nicht darüber informiert, dass er von Nicolas Anelka beschimpft worden sein. Des Weiteren wurde das Verhalten des Trainers beim Trainingsstreik kritisiert, nachdem die Mannschaft das Training boykottierte.
Doch nicht nur dies waren die Ursachen für den bis heute geführten Streit zwischen Domenech und dem französischen Verband. Vorausgegangen war das Mobbing gegen den Spielmacher Yoann Gourcuff. Dieser wurde vom damaligen Trainer bevorzugt. Daraufhin wurde der Fußballer von seinen Mitspielern gemobbt.
Das Mobbing von Mitspielern in Sportorganisationen oder Mannschaften ist kein neues Phänomen. Das Wissen, was Mobbing ist und wie es bekämpft werden kann ist für jeden Sportmanager wichtig.
Gourcuff, der Spielermacher von Girondins Bordeaux, der jetzt bei Olympique Lyon spielt, wurde von seinen Mitspielern gemobbt. Sie machten ihm das Leben zur Hölle, da er nicht in das Team passte. Wie der "kicker" berichtete, wurde Gourcuff schräg angesehen, weil er wohlerzogen sei und zudem mal ein Buch lesen würde. Dies würde nicht zum gängigen französischen Spielernaturell, das lieber stundenlang vor der Playstation hockte, passen.
Doch was versteht man unter dem Begriff Mobbing? Klaus Heinemann definiert in seinem Buch "Sportorganisationen" den Begriff folgendermaßen:
Mobbing kann mit folgenden Merkmalen definiert werden: Es sind 1. Formen von Kommunikationen oder Handlungen von 2. einzelnen Mitgliedern/Mitarbeitern oder auch Gruppen in einer Organisation,(...), die gegen einzelne andere Mitglieder der Organisation gerichtet sind, die 3. über einen längeren Zeitraum andauern und systematisch und absichtlich erfolgen, die 4. das Ziel haben, diese Person dadurch zu schädigen, also zu demütigen, einzuschüchtern oder aus ihrer Position zu verdrängen, wobei 5. die betroffene Person kaum die Möglichkeit hat, sich angemessen zu wehren oder dieser Situation zu entkommen.
Dies bedeutet, dass Mobbing immer das Ziel verfolgt, jemanden anderen schlechter dastehen zu lassen. Kommt dies in einer Organisation vor, sollte dies unbedingt unterbunden werden.
Die Ursachen für Mobbing sind zumeist die gleichen. Missgunst, Frustration, Langeweile oder Intoleranz führen zu diesem Handeln. Das Opfer ist meist auf sich allein gestellt und kann nur schwer diesem Handeln entgegenwirken. Äußerliche Merkmale, wie beispielsweise die Kleidung, Behinderung, Geschlecht oder die Hautfarbe können dazu führen, dass sich Personen in der Rolle des Mobbingopfers befinden. Doch nicht nur dies sind Ursachen, wie das Beispiel Yoann Gourcuff zeigt. Anderes Verhalten in der Gruppe sorgte dafür, dass er gemobbt wurde. Des Weiteren führen gute oder überdurchschnittliche Leistungen sowie hier die öffentliche Anerkennung des Trainers zur Missgunst der Mannschaft. Unsicheres Auftreten kann außerdem zum Mobbing führen.
Wie das Beispiel zeigt, kann Mobbing auch in Sportorganisationen vorkommen. Sportmanager müssen mit dem Phänomen "Mobbing" vertraut sein, um im Falle des Auftretens entgegenwirken zu können. Es muss alles unternommen werden, um jegliche Form des Mobbings zu unterbinden. Mobbingopfer müssen geschützt werden, da es nicht nur Motivation und Leistung verringert, sondern auch viel Energie kostet und die betroffenen physisch und psychisch krank macht.
Dienstag, 2. November 2010
Sciamus - Fachzeitschrift für Sportmanagement
Heute möchten wir Euch ein Sportmanagement Magazin vorstellen, von dem wir denken, dass dies für jeden angehenden Sportmanager eine Pflichtlektüre ist.
Sciamus - Sport und Management ist eine Fachzeitschrift für Sportmanagement. Dieses kostenfreie Magazin setzt sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinander, wobei der Bezug zur Praxis im Mittelpunkt stehen soll. Beiträge aus den Bereichen Sportmarketing, Eventmanagement, Führung von Sportorganisationen, Sportanlagenmanagement, Finanzierung im Sport, Vereinsmanagement, Sport und Steuern, Controlling im Sport werden in diesem Magazin veröffentlicht. Des Weiteren finden Beiträge aus anderen Fachdisziplinen wie beispielsweise Sportrecht, Gesundheitsökonomie oder Sportsoziologie Berücksichtigung, sofern sie das Management im Sport durch relevante Erkenntnisse bereichern.
Die Herausgeber dieses Magazin sind Prof. Dr. Frank Daumann und Benedikt Römmelt. Prof. Frank Daumann hat bedeutende Grundlagenliteratur veröffentlich, wie beispielsweise "Grundlagen der Sportökonomie". Darüber hinaus hat er sich mit schwierigen Themen wie dem Doping auseinandergesetzt. Sein Buch "Die Ökonomie des DOPINGS" ist sehr zu empfehlen. Benedikt Römmelt hat sich zusammen mit Andreas Spieler in dem Buch "Die Sport-City-Card: Ein innovatives Finanzierungstool für Breitensportvereine" mit Kundenkarten im Sport auseinandergesetzt, welches ein sehr interessantes Instrument im Customer-Relationship-Management ist.
Das Editorial Board besteht neben Prof. Dr. Frank Daumann aus Dr. Rainer Cherkeh, Prof. Dr. Gerd Nufer und Prof. Dr. André Bühler. Die beiden zuletzt genannten Autoren haben zusammen einige Werke veröffentlich, mit denen wir uns in naher Zukunft intensiv beschäftigen werden.
Zurück zu der Fachzeitschrift Sciamus. Dieses erscheint vierteljährlich. Die Zeitschrift kann man über die Webseite: http://www.sport-und-management.de/ beziehen.
In der aktuellen Ausgabe beschäftigen sich Ronald Wadsack und Gaby Wach mit dem Thema "Legitimationskapital als Ressourche von Sportvereinen".
Nicolas Heidtke gibt einen Überblick über die modernen Sportvereine, die zwischen Tradition und Innovation agieren müssen. In diesem Beitrag wird darauf eingegangen, wie sich Vereine mit den Veränderungen in der Gesellschaft auseinandersetzen. Es wird der Anpassungs- sowie Veränderungsprozess geschildert. Der Kurzbeitrag soll einen Überblick über die Situation liefern und mögliche Entwicklungs- und Handlungsalternativen aufgezeigt werden. In zukünftigen Beiträgen werden einzelne Arbeitsbereiche von Sportbereichen bearbeitet werden. Die Beiträge sollen ein praktischer Leitfaden für Vereinsfunktionäre sein.
Des Weiteren findet man in der aktuellen Ausgabe ein Interview mit dem CEO von Swiss Olympic - Marc-André Giger - welcher über die Strategien der Top-Manager im Sport berichtet.
Außerdem werden Beiträge mit den Themen "Die unerwünschten Blondinen - oder zur praktischen Verwertbarkeit der rechtlichen Diskussion zum Ambush-Marketing", "Buchvorstellung - Handwörterbuch des Sportmanagements", "Strategische Investments im Sport - Eine Annäherung an den (wahren) Wert von Profisportclubs" sowie "Der Markt für Beach-Volleyball in Deutschland - eine Analyse der Branchenstruktur aus dem Blickwinkel der Veranstalter - Teil II" in der letzten Ausgabe dieses Jahres veröffentlicht.
Alles in allem ist ein Blick in diese Fachzeitschrift ein MUSS für jeden Sportmanager. Viel Spaß beim Lesen.
Sciamus - Sport und Management ist eine Fachzeitschrift für Sportmanagement. Dieses kostenfreie Magazin setzt sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinander, wobei der Bezug zur Praxis im Mittelpunkt stehen soll. Beiträge aus den Bereichen Sportmarketing, Eventmanagement, Führung von Sportorganisationen, Sportanlagenmanagement, Finanzierung im Sport, Vereinsmanagement, Sport und Steuern, Controlling im Sport werden in diesem Magazin veröffentlicht. Des Weiteren finden Beiträge aus anderen Fachdisziplinen wie beispielsweise Sportrecht, Gesundheitsökonomie oder Sportsoziologie Berücksichtigung, sofern sie das Management im Sport durch relevante Erkenntnisse bereichern.
Die Herausgeber dieses Magazin sind Prof. Dr. Frank Daumann und Benedikt Römmelt. Prof. Frank Daumann hat bedeutende Grundlagenliteratur veröffentlich, wie beispielsweise "Grundlagen der Sportökonomie". Darüber hinaus hat er sich mit schwierigen Themen wie dem Doping auseinandergesetzt. Sein Buch "Die Ökonomie des DOPINGS" ist sehr zu empfehlen. Benedikt Römmelt hat sich zusammen mit Andreas Spieler in dem Buch "Die Sport-City-Card: Ein innovatives Finanzierungstool für Breitensportvereine" mit Kundenkarten im Sport auseinandergesetzt, welches ein sehr interessantes Instrument im Customer-Relationship-Management ist.
Das Editorial Board besteht neben Prof. Dr. Frank Daumann aus Dr. Rainer Cherkeh, Prof. Dr. Gerd Nufer und Prof. Dr. André Bühler. Die beiden zuletzt genannten Autoren haben zusammen einige Werke veröffentlich, mit denen wir uns in naher Zukunft intensiv beschäftigen werden.
Zurück zu der Fachzeitschrift Sciamus. Dieses erscheint vierteljährlich. Die Zeitschrift kann man über die Webseite: http://www.sport-und-management.de/ beziehen.
In der aktuellen Ausgabe beschäftigen sich Ronald Wadsack und Gaby Wach mit dem Thema "Legitimationskapital als Ressourche von Sportvereinen".
Nicolas Heidtke gibt einen Überblick über die modernen Sportvereine, die zwischen Tradition und Innovation agieren müssen. In diesem Beitrag wird darauf eingegangen, wie sich Vereine mit den Veränderungen in der Gesellschaft auseinandersetzen. Es wird der Anpassungs- sowie Veränderungsprozess geschildert. Der Kurzbeitrag soll einen Überblick über die Situation liefern und mögliche Entwicklungs- und Handlungsalternativen aufgezeigt werden. In zukünftigen Beiträgen werden einzelne Arbeitsbereiche von Sportbereichen bearbeitet werden. Die Beiträge sollen ein praktischer Leitfaden für Vereinsfunktionäre sein.
Des Weiteren findet man in der aktuellen Ausgabe ein Interview mit dem CEO von Swiss Olympic - Marc-André Giger - welcher über die Strategien der Top-Manager im Sport berichtet.
Außerdem werden Beiträge mit den Themen "Die unerwünschten Blondinen - oder zur praktischen Verwertbarkeit der rechtlichen Diskussion zum Ambush-Marketing", "Buchvorstellung - Handwörterbuch des Sportmanagements", "Strategische Investments im Sport - Eine Annäherung an den (wahren) Wert von Profisportclubs" sowie "Der Markt für Beach-Volleyball in Deutschland - eine Analyse der Branchenstruktur aus dem Blickwinkel der Veranstalter - Teil II" in der letzten Ausgabe dieses Jahres veröffentlicht.
Alles in allem ist ein Blick in diese Fachzeitschrift ein MUSS für jeden Sportmanager. Viel Spaß beim Lesen.
Montag, 1. November 2010
Ohne Emotionen kein Event
Was wäre ein Event ohne Emotionen? Stimmt - kein Event.
Heute haben die Iserlohn Roosters gegen den EHC München mit 5:0 gewonnen. Die Fans haben stolz gesungen: "Hier am Seilersee, kämpft der IEC, auf geht's Iserlohn Roosters: Schießt ein Toooor..". Zwei Spiele zuvor, nämlich gegen die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg lagen die Roosters bereits im ersten Drittel mit 1:3 zurück. Nach Verlängerung gewannen die Spieler aus Nürnberg mit 4:5. Der Puck fand den Weg ins Tor in der letzten Spiel Sekunde. Das Interessanteste war der Fangesang der heimischen Supporter: "Unten auf dem Eise, spielt ihr große scheiße, wieder nicht in die Playoffs, Iserlooooooohn".
Freude und Trauer sind nah beieinander. Dies kann man in fast keinem anderen Bereich spüren, wie im Sport.
Mit diesem Beispiel kann man sehr schön die Sport - Eventkommunikation beschreiben. Der Sport lebt von einer sehr starken Emotionalisierung, die das Produkt "Eishockey-Spiel" gestalten. Eine weitere Besonderheit von Sportevents ist das hohe Involvement der Zuschauer. Würden alle Zuschauer still da sitzen, wäre es ein anderes Spiel, als wenn jeder Zuschauer singen würde. Je mehr Zuschauer die Stimmung aufheizen, desto mehr Sporteventkonsumenten gehen zufrieden nach Hause. Dies bedeutet also, dass Sportevents davon leben, dass die Fans eine Stimmung kreieren.
Doch nicht nur Zuschauer beeinflussen die Emotionen im Spiel. Vorallem die Protagonisten auf dem Feld sind für das Ergebnis des Produktes verantwortlich. Sollten es die Spieler oder die Gegner, oder gar die Schiedsrichter sein, die mit ihren Aktionen oder Reaktionen die Emotionen aller beeinflussen. Pfeift ein Schiedsrichter falsch, regen sich nicht nur die Spieler auf, sondern vor allem die Zuschauer. Die Emotionen werden beeinflusst.
Die unterstützte Mannschaft gewinnt. Die Emotionen werden beeinflusst. Sportkonsumenten freuen sich und gehen glücklich nach Hause.
Die unterstützte Mannschaft verliert. Die Emotionen werden beeinflusst. Sportkonsumenten gehen unzufrieden nach Hause und sind sauer oder traurig.
Hieran kann man sehen, dass sich die Emotionen bei Events nicht vorhersagen lassen. Sie zu steuern, ist ein schwieriges Unterfangen. Jedoch sind sie ein essentieller Bestandteil des Sportproduktes und dürfen nicht außer Acht gelassen werden. In Zukunft sollten Möglichkeiten gefunden werden, Emotionen so zu steuern, dass sie gewünschte Effekte erzielen können.
Heute haben die Iserlohn Roosters gegen den EHC München mit 5:0 gewonnen. Die Fans haben stolz gesungen: "Hier am Seilersee, kämpft der IEC, auf geht's Iserlohn Roosters: Schießt ein Toooor..". Zwei Spiele zuvor, nämlich gegen die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg lagen die Roosters bereits im ersten Drittel mit 1:3 zurück. Nach Verlängerung gewannen die Spieler aus Nürnberg mit 4:5. Der Puck fand den Weg ins Tor in der letzten Spiel Sekunde. Das Interessanteste war der Fangesang der heimischen Supporter: "Unten auf dem Eise, spielt ihr große scheiße, wieder nicht in die Playoffs, Iserlooooooohn".
Freude und Trauer sind nah beieinander. Dies kann man in fast keinem anderen Bereich spüren, wie im Sport.
Mit diesem Beispiel kann man sehr schön die Sport - Eventkommunikation beschreiben. Der Sport lebt von einer sehr starken Emotionalisierung, die das Produkt "Eishockey-Spiel" gestalten. Eine weitere Besonderheit von Sportevents ist das hohe Involvement der Zuschauer. Würden alle Zuschauer still da sitzen, wäre es ein anderes Spiel, als wenn jeder Zuschauer singen würde. Je mehr Zuschauer die Stimmung aufheizen, desto mehr Sporteventkonsumenten gehen zufrieden nach Hause. Dies bedeutet also, dass Sportevents davon leben, dass die Fans eine Stimmung kreieren.
Doch nicht nur Zuschauer beeinflussen die Emotionen im Spiel. Vorallem die Protagonisten auf dem Feld sind für das Ergebnis des Produktes verantwortlich. Sollten es die Spieler oder die Gegner, oder gar die Schiedsrichter sein, die mit ihren Aktionen oder Reaktionen die Emotionen aller beeinflussen. Pfeift ein Schiedsrichter falsch, regen sich nicht nur die Spieler auf, sondern vor allem die Zuschauer. Die Emotionen werden beeinflusst.
Die unterstützte Mannschaft gewinnt. Die Emotionen werden beeinflusst. Sportkonsumenten freuen sich und gehen glücklich nach Hause.
Die unterstützte Mannschaft verliert. Die Emotionen werden beeinflusst. Sportkonsumenten gehen unzufrieden nach Hause und sind sauer oder traurig.
Hieran kann man sehen, dass sich die Emotionen bei Events nicht vorhersagen lassen. Sie zu steuern, ist ein schwieriges Unterfangen. Jedoch sind sie ein essentieller Bestandteil des Sportproduktes und dürfen nicht außer Acht gelassen werden. In Zukunft sollten Möglichkeiten gefunden werden, Emotionen so zu steuern, dass sie gewünschte Effekte erzielen können.
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